Die Geschichte und Hintergründe der Tierkremation

Obwohl Haustiere schon seit Jahrtausenden die Menschen begleiten war die Tierbestattung bis heute nicht sehr verbreitet. Je mehr jedoch die Haustiere an Stellenwert gewinnen, wird auch über deren Verbleib nach dem Tode nachgedacht. Es ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass der Hund oder die Katze den Lebenspartner ersetzt oder zumindest als vollwertiges Familienmitglied zählt. Bevor in den 90er Jahren das erste Tierkrematorium eröffnet wurde, wurden die Haustiere entweder im hauseigenen Garten vergraben oder der Tierverwertung übergeben.

Letzteres ist eine Entsorgung des Tierkörpers durch eine Tierkörperbeseitigungsanlage (TBA). Der Tierbesitzer belässt das verstorbene Tier beim Tierarzt, bei dem es von einem Sammeltransport der TBA abgeholt wird. Dabei wird das Tier mit anderen Kadavern und sogenannten tierischen Nebenprodukten in grossen Müllcontainern gesammelt und anschliessend zerkleinert und zu Tiermehl verarbeitet.

Die Beisetzung des verstorbenen Haustieres auf eigenem Grundstück stellt zwar ein weitaus würdevolleres Ende dar, ist jedoch nur möglich, wenn auch über Grundbesitz verfügt wird. Weiterhin stellt es eine Straftat dar, wenn die gesetzlichen Regelungen hierzu nicht eingehalten werden. Das Vergraben in öffentlich zugänglichen Wiesen oder Wäldern birgt zudem immer die Gefahr, dass der Tierkörper durch andere Tiere wieder ausgegraben wird.

Die Einäscherung in einem Tierkrematorium ist für jedes Tier – vom Hamster bis zum Pferd – geeignet. Die Tiere werden vom Bestatter in das Krematorium gebracht und in den Ofen gelegt. Eine Einäscherung dauert je nach Gewicht und Grösse eine halbe Stunde bis zu 2 Stunden. Nach der Kremierung wird die Asche entweder in eine Schmuckurne oder ein anderes Behältnis gefüllt und dem Bestatter übergeben.  Falls der Besitzer eine Sammeleinäscherung wünscht, wird die Asche anschliessend auf dem Streubeet verstreut.